Einbahnöffnungen: Bezirksweite Prüfung für alle Bezirke!

Einbahnöffnung Schmelzgasse 2020

Einbahnöffnungen sind elementarer Bestandteil der kleinräumigen Radverkehrsförderung im Sinne der Stadt der kurzen Wege und eine der mit Abstand kostengünstigsten Maßnahmen. In den beiden Bezirken Brigittenau und Leopoldstadt wurden 2022 richtungsweisende Beschlüsse gefasst. Dies empfehlen wir für alle Wiener Bezirke!

Die Anträge

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Anträge aus den Bezirksvertretungssitzungen 2022: Brigittenau (links), Leopoldstadt (rechts)

Die beiden Bezirksparlament von Brigittenau und Leopoldstadt beschlossen im Februar bzw. März 2022: Fast alle Einbahnen des Bezirkes sollen auf die nötigen Maßnahmen zur Einbahnöffnung durch die Behörde MA46 überprüft werden. Die Anträge wurden mit großen Mehrheiten angenommen und der jeweiligen Mobilitätskommission zugewiesen.

Wir begrüßen den gesamtheitlichen Ansatz und die effektive Vorgangsweise. Wir hoffen auf eine ebenso effiziente Behandlung in den jeweiligen Kommissionen und auf klare Rückmeldungen der MA46, welche konkreten Maßnahmen zur Einbahnöffnung notwendig sind.

Mit einer Umsetzung der geprüften Einbahnöffnungen würden die beiden Bezirke einen wesentlichen Schritt in der Radverkehrsplanung vorankommen und die Wahlversprechen eingehalten werden.

Übersichtskarte

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Übersichtskarte der 2022 zur Prüfung bestimmten Einbahnöffnungen laut Bezirksbeschlüssen

In der Übersichtskarte ist der Vorteil von bezirksweiten Einbahnöffnungen erkennbar. Es können rasch viele kleinräumige Verbindungen ermöglicht werden. Teils Lücken zwischen bereits geöffneten Einbahnen geschlossen werden und so neue Routen entstehen.

In der Brigittenau sind fast alle Einbahnstraßen zur Prüfung vorgemerkt. Eine Auswahl von Straßen wie die Karajanstraße, Kaschlgasse, die Einbahnen rund um den Sachsenplatz, rund um den Allerheiligenplatz, Griegstraße etc. sind jedoch weiterhin nicht dabei.

In der Leopoldstadt sind ebenfalls fast alle Einbahnen zur Prüfung vorgemerkt, jedoch sind es Verbindungen wie die Ofnergasse und Volkertstraße, die noch nicht in Betracht gezogen werden.

Bezirksweite Überprüfungen sind bewährte Vorgangsweise

Die aktuelle Vorgangsweise von Brigittenau und Leopoldstadt sind nicht neu. So wurde in Penzing 2016 ein Antrag von der Bezirksvertretung der Verkehrskommission zugewiesen. Im weiteren Verlauf wurden auf Wunsch der Bezirksvorstehung bezirksweit Einbahnen zur Öffnung durch die MA46 geprüft. Bis 2020 wurden so ca. 10 Prozent der Einbahnkilometer (entspricht ~2,4 km) neu geöffnet.

In Währing wurden ebenfalls 2016 alle Einbahnen des Bezirks auf Wunsch der Bezirksvorstehung geprüft. In direkter Abstimmung von Behörde und Bezirksvorstehung wurde bis 2020 der Anteil an geöffneten Einbahnen im Bezirk mehr als verdoppelt (+39 Prozentpunkte, entspricht ~12,2 km).

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Anteile der geöffneten Einbahnkilometern pro Bezirk, Einbahn-Analyse 2020 der Radlobby Wien

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