Radparken

Im Jahr 2017 gab es in Wien nur einen Radabstellplatz pro 45 BewohnerInnen. Und das obwohl mehr als 60 Prozent der Haushalte zumindest ein Fahrrad besitzen. Mit wachsendem Radverkehr werden auch mehr Abstellplätze erforderlich. Die Radlobby Wien und ihre Bezirksgruppen setzen sich massiv für bessere Abstellmöglichkeiten ein.

Die zentralen Themenfelder sind:

  • Ausreichende Anzahl an Abstellplätzen in Wien und den einzelnen Bezirken
  • Gute Verteilung der Bügel:
    • flächendeckende Mindestversorgung
    • gute Ausstattung von Standorten mit hohem Bedarf an Radbügel
  • Qualität der Abstellplätze
  • Monitoring/Wartung

Forderung: Leitstelle Fahrradparken

In Wien erfolgt keine zentrale, bedarfsorientierte Planung zum Thema Fahrradparken. Die Radlobby Wien fordert desshalb die Einrichtung einer Leitstelle Fahrradparken, die folgende Aufgaben und Verantwortungen hätte:

  • Erhebung der bestehenden Versorgung
  • strukturierte Bedarfserhebung
  • Definition von Zielwerten für Wien, Bezirke und Grätzl in Kooperation mit den Bezirken und Stakeholdern
  • Standardisierung der Bügelform und Ausführung vor Ort (Aufstellungsart, Orientierung, ...)
  • jährliches Monitoring der Fortschritte zu den Ausbauzielen
  • Koordination von Wartung und Entfernung nicht fahrbereiter Fahrräder

Verantwortung: Bezirke und Stadt

Radverkehrsförderung vor Ort liegt im Zuständigkeitsbereich der Bezirke. Radbügel liegen hier aufgrund der hohen Kosteneffizienz meist in der Entscheidungskompetenz der Bezirksvorstehungen. Alle Bezirke sind aufgefordert, ihren Aufgaben beim Ausbau der Radabstellplätze nachzukommen. Hierfür braucht es entsprechende Radbügelbudgets in den Bezirken und politischen Willen für konkrete Örtlichkeiten.

Die Radverkehrsförderung vor Ort beim Thema Radparken kann von Seiten der Stadt Wien durch die Einrichtung der Leitstelle Radparken unterstützt werden. Zusätzlich wirken Finanzierungsanreize sehr effizient. Was es für mehr Radbügel in Wien braucht:

Wiederaufnahme der gestoppten Förderung für Bezirke: In den Jahren 2009 bis 2012 wurden jeweils 90%, 90%, 50% und 30% der Errichtungskosten den Bezirken rückerstattet. Dies sorgte für ein starkes Wachstum der Radbügel in einigen Bezirken, vorbildhaft ist hier der 9. Bezirk zu erwähnen.

Hinweis: Radparken außerhalb der öffentlichen Flächen entlastet die Straßen. Seit 2008 gibt es hier eine entsprechende Förderung.