Fahrräder sind sehr beliebt - leider auch als Diebstahlsobjekte. In Österreich werden jährlich an die 22.500 Fahrräder gestohlen - mit sinkender Tendenz. Die Aufklärungsquote ist gering und liegt österreichweit nur bei 5,5 Prozent. Doch kein Grund zur Panik - mit ein paar Grundregeln und dem richtigen Schloss sorgen Sie dafür, dass Sie möglichst lange etwas von Ihrem Fahrrad haben.
Oft sieht man teure Fahrräder, nur mit Kabelschloss gesichert oder nur mit dem Vorderrad am Fahrradständer angehängt. Viele Schlösser können mit einem großen Bolzenschneider in kürzester Zeit geknackt oder ein Vorderrad blitzschnell mittels Schnellspannverschluss gelöst werden. Bei einem schlecht gesichertem Fahrrad liegt die Hemmschwelle zum Diebstahl nicht besonders hoch.
Oft fehlen aber geeignete Radabstellanlagen. Die Radlobby setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, dass etwa Haltestellen des öffentlichen Verkehrs, Ausbildungsorte, öffentliche Einrichtungen und Einkaufszentren mit geeigneten und ausreichend vielen Radabstellplätzen ausgerüstet werden.
Abschließen und Anschließen
Eine Diebstahlversicherung mildert zwar den finanziellen Schaden, bringt aber das liebevoll ausgestattete und gut eingefahrene Lieblingsrad nicht wieder... Was tun, um das Fahrrad nach dem Parken möglichst wieder anzutreffen?
Abschließen und Anschließen ist das Um und Auf. Billige Fahrradschlösser wie Spiralseilschlösser oder Panzerkabelschlösser sind zu vermeiden. Für alle Fahrräder sind gute Bügelschlösser zu empfehlen.
Das beste Fahrradschloss hat wenig Sinn, wenn der Fahrradrahmen nicht angeschlossen wird. Denn jedes Schloss ist zu knacken, es ist nur eine Frage der Zeit. Ein abgesperrtes und nicht an einen festen Gegenstand angehängtes Fahrrad wird einfach wegtransportiert und dann in aller Ruhe von seinem auch so teurem Fahrradschloss befreit...
Unsere Tipps zur Diebstahlsprävention
- Das Fahrradschloss sollte hochwertig sein. Sparsamkeit ist hier fehl am Platz!
- Fahrradrahmen immer an einen festen Gegenstand ( wie einen Radbügel) ansperren
- zusätzlichen Schutz bietet ein Kabelschloss, um die Laufräder und den Sattel zu sichern. Etwaige Schnellspanner durch Schrauben oder das bewährte Pitlock-System ersetzen macht auch Sinn.
- Das Fahrrad an einem belebten und hell erleuchteten Ort abstellen.
- Das Fahrrad nicht immer an der gleichen Stelle anhängen.
- Auch im Fahrradabstellraum einer Wohnhausanlage nicht auf das Ansperren verzichten
- Rahmennummer aufschreiben und mit Foto vom Rad aufbewahren
- Bei E-Bikes: Akku herausnehmen und nicht am Rad lassen.
- ... und für alle Fälle eine Diebstahlversicherung
Fahrradregistierung
Wir empfehlen eine Registrierung des Fahrrades. Diese dient als Besitznachweis und kann helfen die Rahmennummer im Ernstfall schnell parat zu haben bzw. die Chance erhöhen das gestohlene Fahrrad zurückzubekommen.
Für die Registrierung wird die bestehende Rahmennummer herangezogen, es wird nicht (mehr) graviert, deshalb gibt es auch keine Probleme mit der Festigkeit von bzw. der Garantie auf Rahmen, was gerade bei Alu und Carbon ein Problem sein könnte.
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Die Broschüre "Präventionsstrategien zum Fahrraddiebstahl" vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie bietet ausführliche Informationen und viele Tipps zum Schutz Ihres Fahrrades.
PräventionsstrategienFahrraddiebstahl_bmvit2013.pdf, (3.39 MB)