Radfahren im Winter

dsc_0553.jpg

Radfahren kennt keine Saison. Auch im Winter ist das Fahrrad das ideale Verkehrsmittel, nicht nur in der Stadt. Viele AlltagsradlerInnen bleiben ihrem Fortbewegungsmittel natürlich auch im Winter treu. Bekanntlich bringt Radfahren den Kreislauf in Schwung, baut Stress ab und beugt Erkältungen vor.

Tipps zum Winterradeln

  • In vielen Gegenden und vor allem Städten Österreichs ist der Großteil des Winters schneefrei. Daher ist die Straßenbeschaffenheit nur bei Eisbildung ungewohnt, im Normalfall ist Radeln wie immer – nur die Luft ist kälter. Daher: Haube, Schal, Jacke, Handschuhe, Winterschuhe nicht vergessen und los gehts, denn Radeln hält wärmer als Warten an der Bushaltestelle oder auf die einsetzende Autoheizung.
  • Vorsicht: Daher nicht zu warm anziehen, doch exponierte Körperteile schützen (Hände, Ohren, Knie, Füße). Winddichte Oberbekleidung tragen, das “Zwiebelsystem” verwenden: Mehrere dünne Schichten sind bei Bewegung besser! Wer bergauf zuviel schwitzt, friert bergab.
  • Winter - Radfahren erwärmt
    Falls der Winter voll zuschlägt: Die Fahrweise den Witterungsverhältnissen anpassen. Bei Schnee und Eis den Reifendruck reduzieren, langsam und umsichtig fahren und nur die Hinterbremse verwenden. Vorsicht in Kurven!
  • Die Schneeräumung der Radwege wird in vielen Städten von der Stadtverwaltung in den letzten Jahren schon ernster genommen, Wien hat z.B. ein bevorrangt geräumtes Hauptradwegenetz. Rutschgefahr besteht aber auch auf Rollsplitt bei starkem Bremsen, vor allem in Kurven! Womöglich nicht die Vorderbremse betätigen.
  • Vorsicht bei Matsch! Auftaumittel und an den Fahrbahnrand geschobener Schnee ergeben eine unangenehme Mischung, die eine hohe Anforderung an die Steuerungskünste stellt und unangenehm einfrieren kann. Deshalb besser einen größeren Seitenabstand wählen und eher in der Mitte der Fahrspur fahren.
  • Bei Eis- und Schneeglätte helfen auch Spikes, die es in den üblichen Reifendimensionen gibt, aber in den meisten Städten nur wenige Tage im Jahr nötig wären. Manche WinterradlerInnen haben deshalb die Spikes nur am Zweitrad.
  • Bei ungeräumten oder unfahrbahr vereisten Radwegen die Fahrbahn benützen. Die Radweg-Benützungspflicht gilt nicht, wenn ein Befahren der Radwege unzumutbar ist.
  • Bei starker Kälte das Gesicht mit wasserfreier(!) Creme schützen.

Fahrradpflege für den Winter

  • Bei frostigen Temperaturen gilt es die Seilzüge gut zu fetten, damit sie nicht einfrieren. Vorm Losfahren die Bremsen kontrollieren. Falls die Bremszüge dennoch eingefroren sind, sollte das Fahrrad am besten in der Wohnung oder im Keller aufgetaut und nach dem Auftauen nachgefettet werden.
  • Bei eingefrorenen Schlössern: Türschlossenteiser mithaben!
  • Streusalz setzt dem Fahrrad zu. Spülen Sie nach möglichst jeder Fahrt auf gesalzenen Straßen die Rückstände auf Rahmen, Kette und Antrieb mit Wasser ab.
  • Achten Sie darauf dass die Lager gut gefettet sind.
  • Schenken Sie im Winter der Kette besondere Aufmerksamkeit und Pflege. Schon nach vier bis fünf Fahrten kann es nötig sein, die Kette nachzuölen.

Genießen Sie das Winterradeln und kommen Sie gesund durch die kälteren Monate!

dsc_0173.jpg

Mit dem nötigen Feingefühl ist man auch bei Schneefahrbahn sicher unterwegs. Wie die ältere Dame hier in Oulu, Finnland.

 

Weiterlesen

Broschüre:

Leitfaden: