Mit dem Rad in die Schule

Kinder brauchen viel Bewegung. Mit dem Rad zur Schule zu fahren ist nicht nur gesund und macht Spaß, es fördert auch die Aufnahmebereitschaft und Konzentrationsfähigkeit. Mit den Radlobby-Tipps können Sie Ihr Kind auf einen sicheren und aktiven Schulweg vorbereiten.

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Radfahren macht schlau

Dass es viele Vorteile hat zur Schule zu radeln, ist unbestritten. Dass Kinder gerne radfahren und viele SchülerInnen den Schulweg am liebsten mit dem Fahrrad zurücklegen wollen, ist ebenso bekannt. Bewegung fördert die Konzentrationsfähigkeit von Kindern, daher beginnt man damit am besten schon morgens beim Schulweg. Denn Studien zeigen: „Kinder, die mit dem Fahrrad in die Schule fahren, sind aufnahmefähiger und schaffen es sich länger zu konzentrieren,“ stellt die Medizinerin Dr. Denise Pajank von Uniqua klar.

Wichtig ist das Kind auch entsprechend darauf vorzubereiten. Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei:

Die beste Route finden

Wenn Sie den sichersten Schulweg für ihre Kinder recherchieren, ist der kürzeste Weg manchmal nicht der beste. Die Route sollte verkehrsarm sein und wenige und überschaubare Kreuzungen aufweisen. Routenplaner können bei der Wahl der Strecke ein wichtiges Werkzeug sein.

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Den Schulweg gemeinsam üben

Ist die Route klar, sollte der Schulweg mehrmals in beide Richtung gemeinsam geübt werden. Besprechen Sie dabei besonders das Verhalten auf Kreuzungen und bei Einfahrten sowie in möglichen Gefahrensituationen - z.B. genug Abstand zu großen Fahrzeugen einzuhalten, um keinesfalls im "Toten Winkel" übersehen zu werden.

Wichtig ist, den Schulweg aus der Perspektive des Kindes zu betrachten. Hindernisse oder parkende Autos, über die Erwachsene leicht hinwegblicken, können Kindern die Sicht verstellen. Lassen Sie Ihr Kind die Route zur Schule so bald wie möglich anführen. Beobachten Sie dabei wie es sich verhält oder lassen Sie sich das richtige Verhalten von ihrem Kind erklären.

Gemeinsam radeln motiviert

Die Schule kann dabei helfen Radfahrgemeinschaften für einen gemeinsamen Schulweg zu organisieren. Ein Vorzeigeprojekt aus Österreich ist „BIKEline“, wo das Gruppenradeln auf ausgewählten Routen stattfindet.

An Haltestellen treffen sich die SchülerInnen zu festgelegten Zeiten und radeln zusammen zur Schule und dabei virtuell um die Welt. Sich mit KollegInnen vergleichen und Preise gewinnen zu können sind dabei zusätzliche Anreize. Bislang haben schon über 6.000 SchülerInnen an 73 Schulen mitgemacht.

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Kinder, die das Fahrrad regelmäßig nutzen, verbessern stetig ihre Fahrradbeherrschung und lernen schnell sich auf den Verkehr zu konzentrieren. Je mehr Kinder zur Schule fahren, desto sicherer wird das Fahrradfahren. Nebenbei etabliert sich eine Art „Rad-Norm“, es wird selbstverständlich das Fahrrad auf dem Schulweg zu benutzen.

Rechtliche Situation

Die österreichische Gesetzeslage zu Kindern und Radfahren ist leider nicht zum Vorteil der selbständigen Radmobilität des Nachwuchses. Rechtlich ist zu beachten, dass in Österreich Kinder erst ab zwölf Jahren allein mit dem Fahrrad auf der Straße fahren dürfen. Davor müssen sie von einer Aufsichtsperson begleitet werden, die zumindest 16 Jahre alt ist. Im Alter von zehn Jahren kann die freiwillige Fahrradprüfung abgelegt werden, die es zwei Jahre früher ermöglicht unbegleitet im Verkehr unterwegs zu sein.

Einsatz für kinderfreundliche Straßen

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Trotz der vielfältigen Vorteile radelt laut VCÖ-Studie (2015) nur jedes vierte Kind in Österreich zumindest gelegentlich zur Schule. Und das obwohl neun von zehn Kindern in Österreich das Fahrrad in der Freizeit nutzen. Als Grund dafür wird die mangelnde Verkehrssicherheit am Schulweg genannt.

Bei der Schaffung eines sicheren Schulumfelds besteht in Österreich dringender Handlungsbedarf. Die Radlobby setzt sich für sichere Radwege zu Schulen und für temporäre autofreie Zonen vor Schulen ein, wie es etwa die Städte Leibnitz und Bozen vorzeigen. Ihre Mitgliedschaft und/oder Spende unterstützt uns dabei.

Autofreie Zonen statt Elterntaxis

Mangels Verkehrssicherheit für den Schulweg auf das Fahrrad zu verzichten und die Kinder stattdessen zur Schule zu chauffieren, ist der falsche Weg. Denn so genannte Elterntaxis zur Schule sind selbst Verursacher des gefährdenden motorisierten Verkehrs rund um Schulen. Selbst der deutsche Automobilclub ADAC kommt zum Schluss, dass es gefährlicher ist sein Kind in die Schule zu fahren, als es selbst gehen zu lassen. Eltern tragen also zur Verkehrssicherheit bei, wenn sie nicht mit dem Auto fahren.

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