Leonding

 

Am 14. August 2012 wurde von einer 25-köpfigen Gruppe am Fahrrad sowie am E-Scooter die erste Tour de Leonding initiiert, die sich als eine reizvolle Spazierfahrt im Trupp durch die Stadt gestaltete. Inspiriert durch die Critical Mass in größeren oder mittelgroßen Städten weltweit, ergab sich die Idee der Tour de Leonding im Rahmen der Sommergespräche am Runden Tisch bei der Veranstaltung OPEN_Factory.*

An zwei Nachmittagen, an denen mensch sich mit den geladenen Gästen  Mirko Javurek und Gerhard Prieler der Thematik des Radfahrens im  Alltagsverkehr widmete, ergab sich die Initiative einer gemeinsamen Tour  de Leonding  – in Form eines Critical Mass-Ablegers in Leonding – als eine wesentliche Conclusion.

Der Trupp startete um fünf Uhr nachmittags vor der Volksschule Haag  die Runde, die folglich über das Harter Plateau durch das Gewerbegebiet  Hart, Wohngebiete wie das Doblerholz und die Meixner-Siedlung, vorbei an  den ASKÖ-Sportanlagen ein kurzes Stück über die stark befahrene  Paschinger Straße und zuletzt auf den Stadtplatz mitten im Zentrum von  Leonding führte. Sowohl die Kinder, die selbständig mit ihren Rädern  oder im Kindersitz mit unterwegs waren, als auch ein Hund, der an der  leine mitlief, hielten die Fahrt, selbst als es bergauf ging, bravourös  durch.

Angekommen am Ziel schossen wir eine Menge Fotos und kehrten in einen Gastgarten ein.

Wie reagierten die Menschen rund herum auf die Tour de Leonding?

Viele hielten kurz einmal inne, um die ungewöhnliche Schlange von  Radlern und Rollern und sonstwas zu bewundern. Gerade durch das  Gewerbegebiet, das steht fest im Griff gehalten wird vom turbulenten  Parkplatz-Chaos, gab unsere Gruppe einen schönen Kontrast ab, da wir uns  in wohl lustvoller Laune durch die Autos schlängelten.

Und wie erging es uns Radlern so?

An den von Autos stark frequentierten Wegabschnitten war die Fahrt  für uns erheblich stressiger: während der Radlerzug permanent überholt  und so mehr und mehr zerteilt wurde, galt es, besonders die jüngeren  Mitglieder der Gruppe im Auge und am rechten Fahrbahnrand zu behalten.

Auch neben den parkenden Autos am Straßenrand vorbei zu fahren, ist  für Radfahrer eher unvergnüglich, gerade dann, wenn die anderen Leute  nicht damit rechnen.

Zum Schluss war es nicht ganz einfach, alle unsere Fahrräder und  Roller am Stadtplatz in den dafür vorgesehenen Radständer abzustellen,  erstens reichte der Platz dafür bei weitem nicht, und zweitens ist die  Konstruktion des Ständers nicht gerade entgegenkommend.

Fazit: wir machen weiter!

Erstens, weil es wichtig ist, das Radfahren  in der Umgebung zu demonstrieren, zweitens, weil es uns Spaß und Freude  macht, und drittens, weil es noch viele verbesserungswürdige Stellen in  der Stadt gibt, die wir erkunden möchten, um darauf aufmerksam zu  machen.