Unterstützung der Petition für einen l(i)ebenswerten Czerninplatz

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Der Czerninplatz liegt in der Leopoldstadt, zwischen Donaukanal und Nestroyplatz. Er könnte das lebenswerte Herz des ihn umgebenden Czerninviertels bilden. Leider sind der Platz und das ganze Viertel dem Diktat der Autofreundlichkeit unterworfen und bieten kaum lebenswerten Platz für Aufenthalt, Radverkehr oder Kinder. Damit sich die Anliegen für eine menschenfreundliche Gestaltung im Zuge der von der Bezirksvorstehung Leopoldstadt versprochenen Neugestaltung des Czerninplatzes umsetzen lassen, wurde eine Petition ins Leben gerufen. Die neue Platzgestaltung soll Menschen und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen und in ein Gesamtkonzept des ganzen Czerninviertels zur Förderung von Lebensqualität und aktiver Mobilität eingebettet sein.

Wir haben Bezirksvorsteher Alexander Nikolai um ein Zitat gebeten und veröffentliches es hier pünktlich zum Start der Unterschriftensammlung am 22.9.:

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Petition online unterzeichnen

Das von der Petition geforderte Maßnahmenpaket “L(i)ebenswerter Czerninplatz” umfasst den Platz und die umliegenden Straßen des Czerninviertels. Dabei muss der Fokus auf attraktive Aufenthaltszonen, mehr Bäume und Begrünung, Kfz-Verkehrsberuhigung, sichere Schulvorzonen und Bevorzugung von Fuß- und Radverkehr liegen. Oberflächenparken soll reduziert und Kfz-Durchzugsverkehr unterbunden werden. Gewerbetreibenden sollen Ladezonen zur Verfügung stehen.

Die neue Qualität des Czerninplatzes kann nur sichergestellt werden, wenn er von einem Parkplatz mit Kfz-Schleichwegen zum Herzen eines l(i)ebenswerten Viertels mit Aufenthaltsqualität, großzügigen Sitzgelegenheiten und fahrradfreundlicher Verkehrsgestaltung wird. Die Petition richtet sich an den Petitionsausschuss und somit an die Bezirksvorstehung und den Gemeinderat. Sie kann entweder direkt online mit Handysigantur unterzeichnet werden oder auf einer Unterschriftenliste, die dann im Original an das Radlobby Büro (Lichtenauergasse 4/1/1, 1020 Wien) gesendet werden soll.

Zum Internationalen Autofreien Tag am 22.9. starten die "Sammelwochen" für die Petition mit einer Sammelaktion um 12:00 vor der Volksschule am Czerninplatz. Weitere Sammelaktionen werden über diesen Facebook-Event koordiniert und verkündet: https://fb.me/e/2TziaIVRO

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Start der Unterschriftensammlung am europäischen autofreien Tag (22. September 2022) am Czerninplatz im direkten Gespräch mit den Passantinnen, Eltern und Kindern

Sharing Angebote 

Als Angebot für die Nachbarschaft sollen auf dem neu gestalteten Platz neue Sharing-Angebote wie Carsharing und Bikesharing die Oberflächenparkplätze ersetzen sowie E-Transporträder zum Verleih angeboten werden. Es soll Raum für Nachbarschaftsprojekte und konsumfreien Aufenthalt im Schatten ohne Ratten- und Taubenplage geben. Es braucht mehr Bäume und weniger Hitzespeicher, um in den kommenden immer heißeren Jahren für Abkühlung zu sorgen. Besonders die Schule braucht eine verkehrsberuhigte, kinderfreundliche Umgebung.

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Durch Reduktion des Kfz-Verkehrs auf den notwendigen Erschließungsverkehr durch Verkehrsfilter, geöffnete Einbahnen zum Radfahren und bessere Nutzung eines Teils der Parkplätze kann die Mobilität im Viertel erhöht werden und auf dem Czerninplatz wichtiger Platz für Alle geschaffen werden. Die menschliche Geschwindigkeit soll das Maß der Dinge sein und dadurch das sichere Spielen auf der Straße ermöglicht werden. Das Czerninviertel soll die erste Wohnstraßenzone in der Leopoldstadt werden: unser Nachbarbezirk Landstraße hat gerade eine eröffnet und das Supergrätzl in Favoriten macht schon vor, wie das geht!

Der Czerninplatz heute 

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Große Teile der Asphaltfläche könnten begrünt und mit Bäumen versehen werden, um der Klimakrise Paroli zu bieten.

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Diese kleine Aufenthaltsfläche leidet unter der Tauben- und Rattenplage und ist von hitzespeichernden Autos umgeben, die den Zugang erschweren.

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Dieser Parkstreifen könnte ohne Autostellplätze zur Erweiterung des Parks umgestaltet werden.

Diese Petition wird inhaltlich unterstützt vom Elternverein der Volksschule Czerninplatz, den Fußgänger:innen-Organisationen Geht-doch Wien und Walkspace, der Radlobby Wien und den Radvokat:innen sowie dem Atelier Asthaus. Die Petition greift die Forderungen von "Platz für Wien" konkret auf, die im Jahr 2020 von mehr als 57.000 Wiener:innen unterzeichnet wurden.