Radlobby ARGUS Steiermark

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"Mehr Platz fürs Rad!" fordert die Radlobby ARGUS Steiermark

Was ist die Radlobby ARGUS Steiermark?

Als Interessensvertretung der Radfahrenden ist die Radlobby ARGUS Steiermark ein überparteilicher Verein mit dem Ziel, im Sinne der „sanften Mobilität“ den nichtmotorisierten Verkehr, insbesondere den Radverkehr, zu fördern.

Was will die Radlobby ARGUS Steiermark?

Verkehrswende, jetzt! Mensch, Natur und Städte leiden immer mehr an den Folgen zunehmender Motorisierung: Lärm, Abgase, Staub, Unfallgefahr und weniger Platz für Menschen. Nur die konsequente Förderung der Umweltverbund-Verkehrsarten (Gehen, Fahrrad, öffentlicher Verkehr) kann die Autonutzung wieder auf ein verträgliches Maß reduzieren.

Radfahren ist schnell. Im städtischen Bereich bis zu etwa sechs Kilometern ist das Fahrrad allen anderen Verkehrsmitteln überlegen, da Parkplatzsuche, Wartezeiten beim Umsteigen und Fußwege (zum Parkplatz, zur Haltestelle, beim Umsteigen) entfallen.

Viele Menschen erkennen das und handeln: In Graz hat sich in den letzten 30 Jahren der Anteil der mit dem Fahrrad zurückgelegten Wege von 11,7 % (1988) auf 19,3 % (2018) erhöht. Diese positive Entwicklung gilt es im Interesse von Menschen und Umwelt weiter zu verstärken. Dazu bedarf es eines fahrradfreundlichen Klimas und der Verbesserung der Infrastruktur. Die Radlobby ARGUS Steiermark hat sich die Aufgabe gestellt, mit Nachdruck an diesem Ziel zu arbeiten, seit einigen Jahren auch verstärkt außerhalb von Graz. Als Mitglied der Radlobby Österreich setzt sie sich auch auf Bundesebene dafür ein, das Radfahren attraktiver zu machen (z. B. mit Forderungen zu radverkehrsverträglichen Änderungen der StVO.)

Was tut die Radlobby ARGUS Steiermark?

Die Radlobby ARGUS Steiermark hat folgende Ziele: Infrastrukturverbesserungen für den Radverkehr erreichen, Bewusstsein für die Bedürfnisse des Radverkehrs (bei der Politik, der Planung und den Verkehrsteilnehmenden) schaffen und Freude am Radfahren vermitteln.

Die Planung und der Bau von Radverkehrsanlagen werden von der Radlobby ARGUS Steiermark kritisch begleitet, insbesondere die in Graz allgegenwärtigen kombinierten Geh-/Radwege. Für den Radverkehr unzureichendes Baustellenmanagement wird aufgezeigt und Verbesserungsvorschläge an die zuständigen Stellen weitergeleitet.

In engem Austausch mit dem Radverkehrsbeauftragten der Stadt Graz werden Überlegungen für bessere Radinfrastruktur, Markierungsarbeiten und Beschilderungen ausgetauscht, die teilweise von der Stadt Graz auch umgesetzt werden.

Aktionen. Auf die Verbesserung der Sicherheit und des Images von RadfahrerInnen zielt die Aktion „Licht und Technik“, die gemeinsam mit der Grazer Polizei und der Fahrradwerkstatt Bicycle seit 2006 durchgeführt wird. Seit 2015 läuft österreichweit die Kampagne „Abstand macht sicher“, die wichtige Bewusstseinsveränderungen bei LenkerInnen motorisierter Fahrzeuge und RadlerInnen bewirken möchte und auch den Gesetzgeber in die Pflicht nimmt. Über die Bike2Work-Kampagnen „Wer radlt gewinnt“, „Steiermark radelt zur Arbeit“ und „Österreich radelt“ konnten tausende Arbeitsradelnde zum Mitmachen motiviert und dafür belohnt werden. Seit 2017 werden Betriebe, die fahrradfreundliche Maßnahmen setzen, CFE-zertifiziert („Cycle-friendly Employer“). Für Veranstaltungen organisiert die Radlobby ARGUS Steiermark den Geschicklichkeits-Parcours „KinderRadSpaß“ und Infostände zur Bewusstseinsbildung.

Aktionismus. Als Teil von MoVe iT veranstaltet die Radlobby ARGUS Steiermark immer wieder öffentlichkeitswirksame Events, bei denen auf die Dringlichkeit hingewiesen werden soll, dass „Mehr Platz fürs Rad!“ benötigt wird. Auch unterstützt die Radlobby ARGUS Steiermark Graswurzel-Bewegungen und anderen Aktionismus aus der Bevölkerung, der zum Ziel hat, den Radverkehr zu stärken.

Touren. Ein Anliegen ist auch die Förderung des touristischen und Freizeit-Radelns und findet in einem eigenen kleinen Touren- und Ausflugsprogramm – vom „Neujahrsradeln“, über die „Bärlauchtour“ im Frühjahr, mehrtägige Sterntouren im August unter dem Motto „Pedalare in Italia(no)“ bis zur „Sturm&Kästn-Tour“ im Herbst – seinen Niederschlag.

Erfolge der Radlobby ARGUS Steiermark

Erfolge. Erreicht wurde u.a. die Schaffung eines Radforums als beratendes Gremium der Stadtpolitik (2000) und eines Radverkehrsbeauftragten in der Stadtbaudirektion/ Verkehrsplanung (2002). Maßgeblich war auch ihre Unterstützung für die Ende 2004 realisierte Fahrradstation am Grazer Hauptbahnhof. In Befahrungen (Technical Tours) mit Gemeindevertretern und -vertreterinnen (u. a. i Leoben, Knittelfeld, Bad Radkersburg) lieferte die Radlobby ARGUS Steiermark wichtige Maßnahmenentwürfe zu einzelnen Stellen (Kreuzungsbereiche, gefährliche Unterführungen, etc.), die in der Folge von den Zuständigen geprüft und teilweise umgesetzt wurden.

Wer steckt hinter der Radlobby ARGUS Steiermark?

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Das Vorstandsteam 2020 v. l.: Stephan Landgraf (Kassier), Heidi Schmitt (Obfrau), Simone Feigl (Schriftführerin), Walter Bradler (Schriftführerin-Stv.) und Geschäftsführerin Brigitte Schicho

Wer mehr über die Menschen hinter der Radlobby ARGUS Steiermark wissen möchte, findet hier einen kleinen Steckbrief über die handelnden Personen.

Die Geschichte der Radlobby ARGUS Steiermark

Schon früher hat es in Graz Verkehrsinitiativen gegeben, die sich auch um die Attraktivierung des Radverkehrs bemüht haben. So etwa seit 1979 die Arbeitsgemeinschaft Alternative Verkehrspolitik Graz (AVG) oder 1988-98 den Verkehrsclub Österreich - Landesverein Steiermark, aus dem nach seiner Auflösung die ARGUS/GO! bzw. ARGUS Steiermark (unter diesem Namen ab 2004) hervorging. Diese entstand im Frühjahr 1998 durch eine Kooperation der Grazer Fahrradoffensive GO! mit der ARGUS (Arbeitsgemeinschaft umweltfreundlicher Stadtverkehr - ein 1979 in Wien gegründeter gemeinnütziger, überparteilicher Verein).

GründerInnen der ARGUS Steiermark

Die GründerInnen 1998 v. l.: Gottfried Weißmann, Evi Doppel, Uschi Krepler, Martin Forstner, Hans „Honzo“ Doppel, Wolfgang Wehap, Michael Hofer, Christa Kühberger (mit Paul Adamiczek)

Seit 2016 ist sie als Radlobby ARGUS Steiermark Teil der Radlobby Österreich, die 2013 als Bundesverband von bestehenden österreichischen Alltags-Radverkehrsorganisationen gegründet wurde und als solcher die Interessen der RadfahrerInnen auf nationaler Ebene sowie als Mitglied der „European Cyclists Federation“ auf internationaler Ebene vertritt.

Personalia. Erster Obmann der ARGUS Steiermark war der Vermessungstechniker DI Michael Hofer, 2002 folgte ihm der technische Übersetzer Ben Hemmens nach, der 2007 als 2. stv. Obmann auch in den Bundesvorstand einzog und als „Außenminister“ die Interessen der Radlobby Österreich (damals ARGUS) beim europäischen Dachverband European Cyclists' Federation (ECF) vertrat. Bei der Generalversammlung am 27. Mai 2008 wurde erstmals eine Frau an die Spitze gewählt: Heidi Schmitt, Biologin aus Franken und im Forschungsmanagement der Med-Uni Graz tätig. 2010, 2012, 2014 und 2016 wurde der Vorstand, dem neben Heidi Schmitt noch Stephan Landgraf (Kassier) und Wolfgang Wehap (Schriftführer) angehörten, bestätigt. Ende April 2017 schied Wolfgang Wehap aus – an seiner Stelle wurde Walter Bradler kooptiert. Seit März 2019 verstärkt Simone Feigl (Schriftführerin) als viertes Mitglied den Vorstand.

ARGUS Steiermark

ARGUS Steiermark Team (Grazer Radfahroffensive GO!) mit Obmann Michael Hofer, Bezirksradltag in Wetzelsdorf, 2000

 

ARGUS Steiermark

Vorstand 2006 bis 2008 (v. l.): Heidi Schmitt (Kassierin), Ben Hemmens (Obmann), Wolfgang Wehap (Schriftführer).

 

ARGUS Steiermark

Vorstand von 2008 bis 2014 (v. l.): Wolfgang Wehap (Schriftführer), Heidi Schmitt (Obfrau), Stephan Landgraf (Kassier)

 

Was bringt die Mitgliedschaft?

Mit einer Mitgliedschaft bei der Radlobby ARGUS Steiermark stärken RadfahrerInnen die Arbeit des Vereins und unterstützen die Lobby-Arbeit im Sinne der Förderung des Radverkehrs. Zudem sind RadfahrerInnen unfall-, rechtsschutz- und haftpflichtversichert. Mitglieder bekommen außerdem viermal jährlich die Zeitschrift „DRAHTESEL“ und haben die Möglichkeit, die ARGUS-Fahrrad-Diebstahlversicherung günstig in Anspruch zu nehmen. Bei einigen Partnerbetrieben gibt es für Mitglieder Rabatte.
Hier können Sie Mitglied werden.

Wo und wann trifft man die Radlobby ARGUS Steiermark?

Achtung: Coronabedingt sind Treffen und Stammtische leider bis auf Weiteres nur online möglich. Infos unter "Termine" oder per Mail.

  • Offen für alle Interessierten: „RadlerInnenstammtisch“ in Graz – an jedem 2. und 4. Dienstag im Monat, Treffpunkt siehe unter „Termine“
  • Kontakt Graz und ganze Steiermark:
  • Kontakt Gemeindegruppe Gratkorn:
  • Kontakt Gemeindegruppe Hartberg:

Weiterführende Informationen

​Aktuelle Statuten der Radlobby ARGUS Steiermark (2012)