1000 Chancen für Graz

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Unter diesem Titel fordert die Grazer Mobilitätsinitiative MoVe iT, innerhalb von vier Jahren durch die jährliche Umwandlung von jeweils 1000 Autoparkplätzen Flächen für andere Nutzungen zu gewinnen. Anlass ist das Jubiläum 50 Jahre Fußgängerzone in Graz.

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Um 1970 blickte Erzherzog Johann noch auf die tägliche Autolawine. (Verlag Helmut Winkler)

Am 15. November 1972 titelte die Kleine Zeitung „Heute kommt für alle das große Zittern“ – so unsicher waren viele, ob das Experiment gelingen würde. Im Text hieß es dann „Der Grazer Fußgänger hat ab heute ein neues Innenstadtgefühl: er ist König…“. In ihren Ausmaßen bis heute bestehend und seither geringfügig erweitert, ist die „Fuzo“ heute nicht mehr wegzudenken.

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Der Färberplatz in den 60er-Jahren (KK)

Die aktuelle Stadtregierung hat sich ambitionierte Ziele zur Umsetzung der Verkehrswende gesteckt: eine Radoffensive (30 % Radverkehrsanteil), ein neuer Klimaschutzplan (Klimaneutralität bis 2040) und deutliche Reduktion des Autoverkehrs. Mit der von MoVe iT geforderten Maßnahme könnten in relativ kurzer Zeit viele neue Begegnungszonen, sichere Radwege, ein beschleunigter Öffentlicher Verkehr und neue Grünflächen für die Erholung aller Stadtbewohner*innen sowie Platz für Kinder geschaffen werden. MoVe iT zeigt in einer Presseaussendung internationale Beispiele wie Ljubljana, Amsterdam, Zürich und Paris und stellt diesen Renderings für Graz gegenüber.

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Radroute statt Autoabstellplatz: Morellenfeldgasse (Grafik: Oto Ozols)

 

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