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Radhauptroute Linz–Puchenau: Erfolgsmodell mit Potenzial bis Ottensheim

Oberösterreich | Submitted on
Donauradweg Linz - Puchenau, ehemaliger Treppelweg, breit ausgebaut
Copyright: Radlobby Oberösterreich
Nicht mehr unmittelbar neben der stark befahrenen Bundesstraße, sondern mit Blick auf die Donau: Der ausgebaute Treppelweg zwischen Linz und Puchenau

Die Radhauptroute zwischen Linz und Puchenau ist ein voller Erfolg. Breite, Beleuchtung und attraktive Lage an der Donau machen sie zu einer der meistgenutzten Strecken der Region. Nun braucht es den nächsten Schritt – den durchgehenden Ausbau bis Ottensheim, um auch den letzten unattraktiven Abschnitt des Donauradwegs zukunftsfit zu machen.

Ein Artikel aus der OÖ-Beilage des Fahrradmagazins Drahtesel

2,5 Mio. Radler*innen haben seit der Eröffnung dieses Top-Radweges im August 2018 die ca. 2 km lange Strecke passiert, wie aus der Statistik der Zählstelle beim Fernheizwerk in Puchenau hervorgeht. Dabei sind die vielen Wanderer, Jogger, Läufer, Hunde noch gar nicht mitgerechnet, denen man hier zu jeder Tages- und Nachtzeit ebenfalls begegnen kann. Ein Grund für die hohe Frequenz dürfte dabei der Komfort der nächtlichen sensorgesteuerte Beleuchtung sein, sowie die Breite von 3,5 m, welche das Miteinandervon Fußgängern und Radfahrern erleichtert. Der verbliebene Streifen zwischen Radweg und Donau ist inzwischen gut angewachsen, u.a. hat sich dort eine Biberfamilie angesiedelt, die vom Geländer aus beobachtet werden kann.

Ein genauerer Blick auf die Statistik zeigt: Die stärksten Monate sind Juni und Juli mit durchschnittlich 1.600 Fahrten pro Tag, während der Wintermonate Dezember und Jänner sind nur 250 Radler*innen unterwegs. Spitzentage im Sommer reichen bis zu 2.500 Fahrten. Die Spitzen-Tageszeit während der Sommermonate ist der späte Nachmittag mit 150 Fahrten pro Stunde.

Interessant ist auch der deutliche Überhang an Fahrten in Richtung Linz während der Monate Mai bis September mit bis zu 250 pro Tag. Dies geht sicher auf das Konto der touristischen Nutzung des stark frequentierten Donauradweges. Allerdings gab es auf dieser Radhauptroute im Jahr 2025 einen Rückgang von 6 % gegenüber dem Vorjahr. Auf der Steyreggerbrücke fiel der Rückgang mit 12 % deutlich höher aus.

Der Widerstand aus Teilen der Bevölkerung der Gartenstädte in Puchenau vor Errichtung ist mittlerweile einer breiten Akzeptanz gewichen. Auch weil sich die anfänglichen Befürchtungen, dass damit vermehrt durch die Au gefahren würde, nicht bewahrheitet haben. Inzwischen sind auch Eltern mit ihren Kinderwägen und Rollstuhlfahrer*innen auf dieser Strecke unterwegs!

Der Ausbau bis nach Ottensheim wäre die logische Schlussfolgerung

Wünschenswert wäre nun eine entsprechend ausgebaute Fortsetzung Richtung Ottensheim, weil damit der unattraktivste Abschnitt des Donauradweges mit vielen Ausfahrten qualitativ verbessert würde. Eine erste Vermessung zeigte, dass es bei diesem Abschnitt des Treppelweges sogar möglich wäre, neben einem 3,5 m breiten Radweg direkt neben der Bahntrasse noch einen begleitenden Fußpfad einzurichten.

Donauradweg Puchenau - Ottensheim, Vermessung des Treppelwegs
Copyright: Radlobby Oberösterreich
Auch zwischen Puchenau und Ottensheim ist donauseitig genug Platz für eine Radhauptroute.

Weiterführende Informationen:

Dokumentation "Gefahrenvoller Donauradweg" (DorfTV, 2020)

Der „Donauradweg“ R1 zwischen Ottensheim und Puchenau entlang der Rohrbacher Bundesstraße gehört zu den gefährlichsten Streckenabschnitten des R1 in Österreich. Obwohl die Gefahren dieser Radstrecke aufgrund wiederholter Unfälle den politisch Verantwortlichen im Land und Gemeinde hinlänglich bekannt sind, wird eine Verlegung des Radweges R1 hin zur Donau seit Jahren politisch verweigert. 

Dass dieser R1 als Hauptradroute entlang der B 127 nach Linz geführt wird, ist für alle Radfahrenden (mind. 300.000 pro Jahr) eine unverhältnismäßige Zumutung. Aufgrund der vielen Gefahrenstellen haben wir eine begrenzte aber praxisorientierte Gefahrenanalyse mit dem Ottensheimer Radfahrbeauftragten Helmut Perndorfer durchgeführt. Die Analyse ergab eindeutig: Entschärfung des Hauptradweges nach Linz durch Verlegung hin zur Donau, Streckenführung in Puchenau entlang der Golfplatzstrasse.


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