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Themenfahrt: Rad-Schnellverbindung Salzburg – Freilassing

Salzburg | Submitted on

Dreißig RadlerInnen aus Salzburg und Freilassing nahmen am 16. April 2026 an einem Lokalaugenschein der Radstrecke von Salzburg nach Freilassing von der S-Bahn-Station Mülln an der Salzach bis zum Bahnhof bzw. der Fußgängerzone in Freilassing teil.
Die Strecke bietet grundsätzlich die Möglichkeit einer Rad-Schnellverbindung. Bei vollem Ausbau entlang der S-Bahn und mit einer neuen Radbrücke entlang der bestehenden Eisenbahnbrücke über die Saalach wäre sie nur schnelle und gerade 5,7 Kilometer lang. Zum Potential einer solchen Rad-Schnellverbindung betonte etwa Wolfgang Fieweger von der Radl-Initiative Freilassing allein die 4.000 Pendler:innen zwischen Salzburg und Freilassing. Dazu kommen noch der Einkaufs- und Ausflugsverkehr zum Europark und nach Freilassing, die Anwohner:innen, sowie die Anbindung von großen Betrieben wie etwa der Fa. Kaindl.
Es gibt zu dieser möglichen Radbrücke bereits ein fertig ausgearbeitetes Interreg-Projekt aus dem Jahr 2021 und auch in der offiziellen „Radverkehrstategie 2025+“ aus dem Jahr 2017 ist der „Premium Radweg Salzburg-Freilassing“ als eines von drei „Leitprojekten“ enthalten.
Den Teilnehmer:innen am Lokalaugenschein zeigte sich vor Ort ein anderes Bild der Strecke. Er ist abschnittweise gefährlich, unübersichtlich, verwinkelt, mangelhaft gekennzeichnet und an der Saalach ist ein Umweg von mehr als einem Kilometer nötig. Allein das ist eine Distanz für die andere ins Auto steigen.
Erfreulich war, dass mit Markus Huber auch der neue Radwege-Koordinator im Magistrat Salzburg an der Themen Ausfahrt teilnahm. Als kurzfristig machbare Verbesserung nannte er vor allem die Kennzeichnung. Hier werde an einer einheitlichen Lösung mit einem einheitlichen Erscheinungsbild für das gesamte Stadtgebiet gearbeitet.
Die Rad-Schnellverbindung sei ein weiteres Beispiel wie viel in der Stadt Salzburg für die Rad-Infrastruktur nachzuholen ist, meint Radlobby-Salzburg Obmann Harald Gaukel. Es geht jetzt darum, dass das versenkte Premium-Projekt von den damaligen Trägern, Stadt und Land Salzburg, Landkreis Berchtesgadener Land und Stadt Freilassing, wieder auf die Tagesordnung gesetzt wird. „Wir werden dran bleiben“.
Danke an Heinrich Breidenbach und Peter Weiss für die Organisation und Durchführung dieser Themenfahrt.


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