Sperre
Am 21. Mai 2026 präsentierten ASFINAG und Stadt Wien gemeinsam die Umleitungspläne für den Fall der Sanierung der Nordbrücke. Zuvor hatte die mit Radlobby-Unterstützung erstellte Petition für große Resonanz gesorgt. In bloß 6 Tagen die benötigten Unterschriften erreicht. Inzwischen haben über 1.700 Menschen das Anliegen per Unterschrift unterstützt, Zehntausende hatten sich in der Diskussion unterstützend gemeldet.
Umleitungspläne
Die präsentierten Umleitungspläne werden den Wünschen leider nicht gerecht. Die Sperre der so wichtigen Donauquerung über vier Jahre bleibt ein schwerer Einschnitt für die Aktive Mobilität im Norden Wiens.
Es wird jedoch teilweise auf das Anliegen reagiert und nun zuvor nicht vorgesehene größere Maßnahmen umgesetzt:
- Während der Sanierung des Steinitzsteges im Jahr 2027 wird der Fuß- und Radverkehr aufrecht gehalten. Damit wird die Sperre von 5 auf 4 Jahre reduziert. 2027 werden außerdem neue Radwege umgesetzt:
- Während der Sperre 2028-2031 wird es auf der Umleitungsstrecke neue Radwege geben auf der Floridsdorfer Hauptstraße (Höhe Wasserpark) und auf der Adalbert-Stifter-Straße (Lückenschluss Floridsdorfer Brücke bis Lorenz-Müller-Gasse)
- Es wurde eine Kostenteilung 50:50 zwischen ASFINAG und Stadt Wien für die Umleitung der Hauptradroute vereinbart.
- Die neuen Radwege Floridsdorfer Hauptstraße und Adalbert-Stifter-Straße werden dauerhaft erhalten bleiben und so das Wiener Radnetz ergänzen.
Im Fazit bleibt für uns der große Kritikpunkt der langen Sperre bestehen. Vor allem flussaufwärts der Nordbrücke sind die Auswirkungen für den Radverkehr groß, für den Fußverkehr generell immens. Wir bleiben jedenfalls dran, und fordern gemeinsam mit den Radlobby-Bezirksgruppen weitere Begleitmaßnahmen ein.