Befahrung der neuen Fahrradstraße
Die neu eröffnete Fahrradstraße Geblergasse-Seeböckgasse verbindet den Wilhelminenberg mit dem Gürtel. Bei einer gemeinsamen Befahrung mit der Bezirksvorstehung haben wir uns die Situation vor Ort angesehen. Nördlich und südlich von der Straße gibt es jeweils für einen Kilometer keine Radroute dieser Qualität, weshalb diese Verbindung sehr wichtig ist. Fahrradstraßen ergänzen das Netz an Radwegen sehr gut und sind für jung bis alt gut nutzbar.
Auf einer Fahrradstraße fahren die Fahrzeuge miteinander auf der Fahrbahn bei maximal 30 km/h. Radfahrende dürfen nebeneinander fahren. Autofahrende dürfen die Fahrradstraße unter besonderer Rücksicht auf den Radverkehr auch nutzen. Jeder Bezirk sollte Fahrradstraßen umsetzen.
Die neue Fahrradstraße verläuft von der Sandleitengasse im Westen bis zum Hernalser Gürtel im Osten. Mit 2,5 km Länge ist sie eine wichtige Radverbindung ins Stadtzentrum und retour. Der direkte Anschluss am bestehenden Gürtelradweg erweitert so das Radwegenetz.
Neugestaltung
Im Zuge des Umbaus wurden auch Kreuzungen sicherer gestaltet, neue Bäume gepflanzt und die Aufenthaltsqualität verbessert. Von der Kfz-Verkehrsberuhigung profitieren alle Menschen, die dort wohnen, insbesondere für die Kindergärten und Schulen entlang der neuen Fahrradstraße ist die Umgestaltung ein großes Plus.
Der Alltagsradverkehr zieht einen bedeutenden Nutzen von dieser Fahrradstraße, weil sie an die bestehende Radinfrastruktur anbindet und durch die Kfz-Verkehrsberuhigung die Verkehrssicherheit für alle erhöht.
Einordnung
Die neue Fahrradstraße ist Teil des Bauprogramms 2025 der Stadt Wien. Projekte wie die Fahrradstraßen Meiselstraße sowie die Auhofstraße und die Radwege Alserbachstraße sind ebenfalls bedeutende Meilensteine für größere Stadtteile Wiens. Der tatsächliche Bedarf erfordert jedoch einen noch ambitionierteren Ausbau. Auch im Rahmen von Platz für Wien wurden von den Fraktionen der Stadtregierung sowie einer weiteren Fraktion 30 km Radwege an Hauptstraßen, 10 km Fahrradstraßen und 11 km Radschnellverbindungen jährlich versprochen. Diese Ausbaugeschwindigkeit wird noch nicht erreicht. Hier wird sich die Radlobby auch weiter einbringen und Verbesserungsvorschläge machen.
Radlobby-Video
Die Bezirksvorsteher-Stellvertreterin von Hernals Elisabeth Mössmer-Cattalini begrüßt den Umbau. Radlobby Wien-Sprecher Roland Romano ordnet die Bedeutung der Straße für die Stadt ein und klärt auf, was eine Fahrradstraße eigentlich ist. Die Radlobby Sprecher der beiden Bezirke zeigen sich ebenfalls erfreut: Matthias Pintner aus Hernals und Jakob Pühringer aus Ottakring.
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