Vom Piz zum Spitz - mehr Platz fürs Rad!

Vom Piz zum Spitz 2021

8. Mai 2021 radeln wir unter dem Motto "Mehr Platz fürs Rad" für mehr Sicherheit für Radler*innen in einer Radsternfahrt von Piz und Spitz nach Feldkirch.

Mit der Radtour durchs ganze Land wollen wir darauf aufmerksam machen, dass vielerorts mehr Platz fürs Rad notwendig ist, damit wir auf unseren Wegen zur Schule, zur Arbeit, zum Einkauf oder in der Freizeit sicher mit dem Fahrrad unterwegs sein können. Vielerorts sind Radstreifen zu schmal, um sicher und zügig voranzukommen. Knappe Überholabstände zu Radler*innen sind ebenfalls gefährlich. Um mehr Menschen den Umstieg aufs Rad zu ermöglichen, muss Radfahren für alle - vom Kind bis zur Senior*in - innerorts und in alle Nachbargemeinden zügig und vor allem sicher möglich sein.

Die Radtour

Eine kleine Gruppe startet am 8. Mai von der Bielerhöhe. Die allgemeine Radtour beginnt mit Abfahrten in Partenen (8:40 Uhr), am Rohrspitz (9:00 Uhr) und in Hörbranz (8:00 Uhr). RadlerInnen können von dort nach Feldkirch an vielen Treffpunkten dazustoßen. Ihr könnt wieder die jeweils ganze Strecke mitradeln, oder einzelne Abschnitte.

Von fünf Treffpunkten am Stadtrand von Feldkirch radeln wir schließlich ab ca. 10:45 in Richtung Montforthaus, wo um 11:30 Uhr eine Abschlussveranstaltung stattfindet.

Vom Piz zum Spitz 2020
Vom Piz zum Spitz 2020, von Radlobby Vorarlberg

Wir bitten euch, während der Radtour genügend Abstand zueinander einzuhalten und, wenn Abstandhalten nicht möglich sein sollte, eine FFP2-Maske zu tragen.

Verkehrssicherheit

Laut Statistik Austria steigt die Zahl der Verkehrsverletzten in Vorarlberg seit mehr als zehn Jahren kontinuierlich. 2010 wurden in Vorarlberg 2060 Menschen bei Verkehrsunfällen verletzt, 2019 waren es bereits 2356 Menschen. Aus den bislang veröffentlichten Zahlen für 2020 zeichnet sich ein weiterer Anstieg ab. Laut Verkehrssicherheitsprogramm des Landes Vorarlberg 2015 sind mehr als die Hälfte der Verkehrsverletzten Fußgänger*innen und Radfahrer*innen. Hauptunfallursachen sind überhöhte Geschwindigkeit der Kfz sowie Unachtsamkeit/Ablenkung am Steuer. Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit von Fußgänger*innen und Radfahrer*innen sind dringend geboten!

Radstreifen sind vielerorts zu schmal, um Sicherheit zu gewährleisten
Radstreifen sind vielerorts zu schmal, um Sicherheit zu gewährleisten, von Radlobby Vorarlberg

Beitrag der Gemeinden

Die Gemeinde kann einen Beitrag zu mehr Sicherheit leisten, indem bestehende Radwege besser Instand gesetzt und erhalten werden, sowie sichere und durchgängige Radrouten gezielt geplant und umgesetzt werden. Dafür braucht es unter anderem auch Personal. Um den Radanteil zu erhöhen, sollten auch geeignete Abstellanlagen zur Verfügung gestellt werden. Auch 30% Radanteil sind innerorts keine Utopie!

Feldkirch, wie auch alle anderen Gemeinden sind zudem gefordert, ihren Beitrag dazu zu leisten, dass Vorarlberg seine Modal-Split-Ziele erreicht. In Feldkirch liegt der Radanteil seit Jahren bei etwa 14%. Wenn sich dies tatsächlich ändern soll, muss Radfahren auch hier sicherer werden!

Beitrag des Landes

Verkehrssicherheit für Radler*innen ist auch Sache des Landes. Landesradrouten und Radwege entlang von Landesstraßen müssen weiter kontinuierlich verbessert, gefährliche Kreuzungen entschärft werden. Und auch hier braucht es nicht zuletzt auch Geld und Personal. Radfreundliche Geschwindigkeiten und Temposchutz fallen ebenso in die Zuständigkeit des Landes!

Klimaschutz

Radfahren auch Klimaschutz! Laut Mobilitätskonzept wird Vorarlberg die Klimaziele des Landes bis 2030 nur dann erreichen, wenn tatsächlich mehr Vorarlberger*innen für ihre Alltagswege aufs Rad umsteigen (können). Um der Klimakrise ernsthaft zu begegnen sollten bis 2030 an die 30% der Alltagswege der Vorarlberger*innen mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Um das zu erreichen, sind Investitionen in die Verkehrssicherheit für Radfahrende dringend geboten!

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Vom Piz zum Spitz 2020 - Radeln fürs Klima, von Radlobby Vorarlberg