Direkt zum Inhalt

Peter-Tunner-Gasse: endlich sicher unten durch!

ARGUS Steiermark | Submitted on

Die von Radfahrenden jahrelang gefürchtete, von vielen gemiedene Bahnunterführung in der Peter-Tunner-Gasse ist seit Juni nach über zweijähriger Bauzeit endlich frei befahrbar.

Im Grazer Norden und Westen wurden in den letzten 30 Jahren hunderte Wohnungen, sogar ein neuer Stadtteil (Smart City), gebaut. So nahm der Auto- und Radverkehr stark zu und die enge Unterführung der Südbahn wurde für Radfahrende so gefährlich, dass sehr viele auf den ebenfalls schmalen Gehsteig oder überhaupt auf andere Routen auswichen. Dass der Abstand zwischen den beiden nächstgelegenen Bahnunterführungen ca. drei(!) Kilometer beträgt, verdeutlicht die Wichtigkeit dieser Ost-West-Achse. 

Umstände, die die Radlobby oft bei den Verkehrsverantwortlichen thematisierte, auch bei Lokalaugenscheinen. Erst durch die Planungen für die Koralmbahn sah die ÖBB die Notwendigkeit, die Brücke neu zu bauen. Die Stadt Graz beteiligte sich mit ca. 11 Millionen Euro an den Kosten, um bei dieser einmaligen Gelegenheit neben einer komfortablen Straße mit zwei Meter breiten Gehwegen auch einen drei Meter breiten Zweirichtungsradweg zu errichten - taktil getrennt durch Pflasterstreifen. Anfang 2024 war es so weit: Da von den sechs Gleisen der Südbahnstrecke vier immer befahrbar bleiben mussten, wurde die Brücke in drei Etappen gebaut, in der Straße darunter mussten viele Leitungen erneuert und der Straßenquerschnitt stark vergrößert werden. All dies bedingte die von vielen Seiten oft kritisierte lange Bauzeit. 

In Richtung Osten entstanden gute Anbindungen über die Lastenstraße und zur alten Wiener Straße – beide in Richtung Zentrum. Was immer noch fehlt, ist die ebenfalls seit langem geforderte Verbindung zum Murradweg über den Kalvariengürtel. Ähnliches gilt für die Fortsetzung in der Peter-Tunner-Gasse in Richtung Westen.


ARGUS Steiermark - Termine