Radfahren in Zeiten des Corona Virus

Durch die Corona Pandemie werden massive Einschränkungen des sozialen Lebens gefordert und der Bewegungsspielraum deutlich eingeschränkt. Als bevorzugtes Fortbewegungsmittel wird nun der private PKW empfohlen, als Konsequenz daraus wurde in Linz bereits die Kurzparkzonen Regelung aufgehoben.

Die Fortbewegung mit dem Fahrrad bietet aber gerade jetzt viele Vorteile:

1. Das Fahrrad ist auf Kurzstrecken, welche ja den Großteil unserer Wege darstellen, immer noch das schnellste Verkehrsmittel. Der Sicherheitsabstand wird durch die Konstruktion des Fahrrades gewährleistet, der sich in öffentlichen Verkehrsmitteln zwangsläufig ergebende enge Kontakt wird vermieden. Dennoch ist, im Gegensatz zum PKW, eine soziale Interaktion möglich. Bekannte und Freunde können vom Fahrrad aus gegrüsst werden und unter Einhaltung der vorgegebenen Verhaltensregeln ist auch ein kurzes Gespräch möglich. Dies beugt sozialer Vereinsamung vor!

2. Nachdem Fitnessstudios und Sportvereine geschlossen wurden bietet sich das Fahrrad als praktikables Fitness und Sportgerät an. Der positive Effekt des Fahrradfahrens wurde in zahlreichen Studien bewiesen. So zeigte eine 2017 im renommierten British Medical Journal veröffentliche Studie mit 263000 Teilnehmern ein bei regelmäßigem Radfahren um 55% reduziertes Risiko an einer Herzkreislauf-Erkrankung oder an Krebs zu erkranken. (Quelle: https://www.bmj.com/content/357/bmj.j1456) Die Risikofaktoren für einen schweren Verlauf einer Infektion mit dem Corona Virus werden dadurch aktiv bekämpft. Zusätzlich trainiert Radfahren die Lungenmuskulatur. Durch das intensivere Atmen wird die Lunge auch gereinigt. Und das ist in punkto Virusprotektion optimal. Laut einer Aussendung von Sportminister Kogler und dem österreichischen Radsportverband sind auch sportliche Trainingsfahrten weiterhin explizit erlaubt, sofern die Abstandsregeln eingehalten werden. Es sollte aber eine übertriebene Kraftanstrengung und Dauer vermieden werden, Sicherheit und Achtsamkeit gehen dabei über alles! (Quelle: https://www.radsportverband.at/index.php/aktuelles/radsport-news/allgemein/4816-coronavirus-klartext-des-sportministers-zum-radsport)

3.Durch den derzeitig verringerten PKW Verkehr ist wieder mehr Platz auf den Straßen und im öffentlichen Raum. Dies steigert die Sicherheit und die Attraktivität des Radfahrens. Denn auch wenn die Anzahl der Radfahrer konstant zunimmt hinkt die Infrastruktur vielerorts noch hinterher. So wurden von den seit 2014 angekündigten 70km Radhauptrouten nach Linz bis dato lediglich 6,5km und somit 10% gebaut!

4. Durch Fahrradfahren wird die nähere Umgebung erschlossen und möglicherweise neu kennengelernt. Die gerade erwachende Natur im Frühling wird in all ihren Facetten bewusst wahrgenommen. Das von der digitalen Informationsflut eingeengte Denken wird vom (analogen) Fahrtwind aufgelockert.