Hunderte RadlerInnen bei OÖ SternRADLn und Linzer Rad-Parade

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Auch viele Spezialräder waren zu sehen... (Jordan)

Die 2. Linzer Rad-Parade der Radlobby Oberösterreich fand am Samstag, 17. September 2016 statt - inmitten der Europäischen Mobilitätswoche (16.-22.9.2016) und leider bei teils intensivem Regenwetter. Trotzdem erwartete die Konvois aus Steyregg, Leonding, Gallneukirchen und Puchenau am Linzer Hauptplatz ein umfangreiches Programm mit Infoständen, leckerem Essen von der Kochshow 'Kochtopf statt Mistkübel' und einer Radservicestation, durchgeführt vom B7 Fahrradzentrum.

Neuer Rekord bei SternRADLn-Anmeldungen

Insgesamt waren 50 Gemeinden aus 10 Bezirken im Linzer Umland für die Sternfahrt angemeldet. Unter ihnen wurden drei hochwertige Fahrradständer von connexurban, INNOVAMETALL und Ziegler verlost.

Buntes Programm in Linz

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Auch dabei: Der Verein Velodrom Linz (Jordan)

An den zahlreichen Infoständen am Hauptplatz präsentierten sich den BesucherInnen der Verein Velodrom Linz, das Klimabündnis OÖ, die Linzer Mobilitätsberatung und der Linzer Radbotenverein 'Steelcity Cycle Messengers'. Im Traumrad-Salon zeigte Gerrad aus der Linzer Altstadt exemplarisch sein Angebot. Am Radflohmarkt und bei der Versteigerung von Fundrädern konnten günstig gebrauchte Räder erstanden werden.

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Rad-Parade auf der VOEST-Brücke (Herzenberger)

Gemeinsame Rundfahrt durch Linz

Höhepunkt der Rad-Parade war die gemeinsame Rundfahrt durch Linz, über Nibelungenbrücke und erstmals auch die VOEST-Brücke sowie durch die Linzer Innenstadt: Hunderte gutgelaunte RadlerInnen trotzten etwa eine Stunde dem wieder einsetzenden Regen.

Radverkehrspolitik: Mehr Geld & Schulterschluss notwendig

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Interview der LandespolitikerInnen (Beurle)

Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch VertreterInnen aller Parteien aus Stadt Linz und dem Land OÖ von den Oberösterreichischen Nachrichten gemeinsam mit der Radlobby  interviewt. Die Radlobby untermauerte mit vielen konkreten Beispielen das aktuelle Stimmungsbild: Den großen Willenserklärungen der Politik im letzten Jahr, einen wirklichen Aufbruch mit einer Radoffensive in Stadt und Land anzugehen, folgten noch keine Taten. Vielmehr wurde immer wieder betont, wie wenig Geld für den Radverkehr zur Verfügung steht. Parallel dazu stehen aber Großprojekte wie Westring und 2. Straßenbahnachse mit Hunderten Millionen Euro Investitionskosten in den Startlöchern.

Die Radlobby OÖ appellierte an alle Parteien zu einem gemeinsamen Schulterschluss in der Radverkehrspolitik, statt vieler, oft nur populistischer Einzelanträge, welche gegenseitig immer wieder abgelehnt werden.

Positives Beispiel: Öffnung der Kraftwerksbrücke Ottensheim/Wilhering

Als Beispiel einer guten Zusammenarbeit wurde die kurz vor dem erfolgreichen Abschluss stehende, ganzjährige Öffnung der Donaukraftwerksbrücke in Ottensheim/Wilhering hervorgehoben. Die Vertreter der involvierten Gemeinden Wilhering und Ottensheim hoben auf der Bühne hervor, dass dies vor allem durch den hartnäckigen Einsatz und die sachliche Vorgangsweise der Radlobby als zentraler Vermittler erreicht werden konnte.

Die Radlobby wiederum lobte die gute Gesprächsbasis mit allen Beteiligten, den intensiven offenen Dialog und auch die Unterstützung engagierter Bundespolitiker: Wir würden uns wüschen, dass auch auf Landesebene eine ebenso gute und offene Gesprächsbasis herrscht und die Interessensvertretungen besser eingebunden werden.

Kaum Vorankommen bei Hauptradrouten

Wo hingegen vieles stillzustehen scheint, ist der medial seit Jahren groß angekündigte Ausbau der Hauptradrouten nach Linz: Es gibt hier noch immer keinen Zeit- und Finanzierungsplan für das Gesamtprojekt und selbst für die in Planung befindlichen zwei Hauptradrouten gibt es kein beschlossenes Budget. Schon bei den ersten in Umsetzung befindlichen Teilstücken droht mit Sparvarianten ein Aufweichen der hohen vorgegebenen Standards für die Hauptradrouten - aktuell z.B. auf der Steyregger Brücke

Ringen um kurzfristigen Verbesserungen bei unsicherer Linzer Nibelungenbrücke

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Interview der Linzer Politiker (Beurle)

Bei der Interviewrunde der Vertreter der Linzer Parteien war wieder einmal die unsichere Nibelungenbrücke ein zentrales Thema. Alle PolitikerInnen erkannten zwar die Problematik dieser wichtigsten Donauquerung für den Radverkehr, bei kurzfristigen Problemlösungen war das Angebot der Vorschläge aber bescheiden. Die Radlobby überreichte hingegen schon vor Monaten eine längere Liste an Kurzfristmaßnahmen, die ohne viel Aufwand die Sicherheit erhöhen würden. Ein Hoffnungsschimmer ist nun immerhin die Aussage vom Linzer Verkehrsstadtrat Hein, dass der Umbau der Engstelle im Bereich des ehemaligen Cafes Landgraf in Urfahr geprüft wird und eventuell ins Bauprogramm 2017 aufgenommen wird.

 

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OÖ SternRADLn und die Linzer Rad-Parade werden vom Verein Radlobby OÖ ehrenamtlich organisiert. Der Verein bindet dabei unterschiedliche Vereine, Organisationen und Gemeinden ein und stellt den Alltagsradverkehr in Oberösterreich in den Mittelpunkt. Auch 2017 werden diese Veranstaltungen wieder im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche stattfinden.

Hier finden Sie weitere Impressionen vom OÖ SternRADLn und der 2. Linzer Rad-Parade im Jahr 2016.

 

UnterstützerInnen

Die Radlobby Oberösterreich dankt den folgenden UnterstützerInnen der Rad-Parade 2016 und des OÖ SternRADLns 2016: Oberösterreichische Nachrichten, TIPS, Die Donauwirtinnen, Linz AG, Stadt Linz und Land Oberösterreich, INNOVAMETALL, connexurban, Ziegler, Kochshow 'Kochtopf statt Mistkübel'.

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