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Ergebnisse

Der Schulcheck macht deutlich, dass die Mehrheit der Kärntner Schulen für radelnde Schülerinnen und Schüler unzureichend ausgestattet ist:

 
Schulcheck - Anzahl der Schulen mit ausreichend Radständern
Copyright: Radlobby Kärnten

Zwei Drittel der Schulen verfügen über zu wenige Abstellplätze

Insgesamt erfüllen nur 34% der Kärntner Schulen die Mindest-Anzahl von einem Radabstellplatz pro fünf Schüler*innen, die die österreichischen RVS-Richtlinien vorsehen. Bei ca zwei Drittel der Schulen werden diese Mindestkriterien nicht erreicht. 

Gleichzeitig ist die Qualität der Radständer, die verwendet werden, meist als mangelhaft einzustufen. Nahezu alle Schulen nutzen veraltete, ungeeignete Radständer, die den modernen Anforderungen des Radparkens nicht gerecht werden. 

Keine einzige Schule in Kärnten wird, was die Qualität der Radständer anbelangt, den Anforderungen der Radlobby gerecht. Nur 13 Schulen erfüllen die Anforderungen teilweise, der Großteil (87%) verfügt über keine qualitativ hochwertigen Radständer. 

 

Schulcheck - Ausstattung der Schulen
Copyright: Radlobby Kärnten

Auch die Erreichbarkeit der Schulen weist erhebliche Defizite auf

Schulcheck - Erreichbarkeiten nach Bezirken
Copyright: Radlobby Kärnten

Betrachtet man die Möglichkeiten, wie sicher kinder und Jugendliche zur Schule radeln können, dann zeigt sich ein eindeutiges Stadt-Land-Gefälle.

In den städtischen Gebieten (Bezirke Villach Stadt und Klagenfurt Stadt) sind die Radwege meist besser ausgebaut und die Schüler*innen profitieren meist durch ein besser ausgebautes Radwegenetz sowie von der Möglichkeit, auf verkehrsberuhigtere Nebenstraßen ausweichen zu können. Gleichzeitig sind dort aber die Kinder stärker den Gefahren des dichten Verkehrs (z.B. durch parkende autos oder ungesichteten Querungen) ausgesetzt. 

Im ländlichen Raum wiederum fehlen häufig sichere Radrouten, sodass Umwege notwendig werden, um gefährliche Strecken zu vermeiden. Insgesamt zeigt der Schulcheck deutliche strukturelle Schwächen sowohl im Bereich der Infrastruktur als auch im Bewusstsein vieler Schulen und Gemeinden für die Bedürfnisse radfahrender Kinder.

 

Die Detailergebnisse zeigen große Unterschiede

Schulcheck - Top 7 Schulen
Copyright: Radlobby Kärnten

Die Unterschiede zwischen den Schulen sind groß. Spitzenreiter war die Mittelschule Arnoldstein, die immerhin 22,5 von 30 Punkten erreichte. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Mittelschule St. Gertraud und der Montessorischule Harbach in Klagenfurt. Diese Schulen profitieren in der Regel von einer guten Erreichbarkeit sowie zumindest grundlegenden Radabstellanlagen. 

Andere Schulen, insbesondere in ländlichen Regionen, erhielten deutlich schlechtere Bewertungen. Die landwirtschaftlichen Fachschulen Goldbrunnhof, Buchhof sowie die mittelschule Metnitz bilden die Schlusslichter, häufig aufgrund fehlender oder qualitativ ungeeigneter Abstellanlagen und mangelhafter Anbindung. 

 

Die Ergebnisse der einzelnen Schulen finden Sie in Form eines Dashboards auf

 https://schulcheck-kaernten.radlobby.at/ 

 

Alle Detailbewertungen finden Sie hier zum Download: 

schulcheck-auswertung-gesamt.pdf (139.82 KB)

 

 

 

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