Rund 83 Kilometer von Mallnitz nach Villach – Klimaradfahrt verbindet Radverkehr, Bahn und grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Mallnitz/Villach, 8. September 2026 – Der COP31 Bike Ride hat am Montag Kärnten erreicht. Auf der rund 83 Kilometer langen Etappe von Mallnitz über Obervellach, Lendorf, Spittal an der Drau und Paternion nach Villach setzten ca 40 Teilnehmende ein sichtbares Zeichen für Klimaschutz und nachhaltige Mobilität. Die internationale Klimaradfahrt führt vom Austragungsort der COP30 in Belém, Brasilien, zur kommenden UN-Klimakonferenz COP31 nach Antalya.
Mit dem Fahrrad für Klimaschutz und Verkehrswende
Der COP31 Bike Ride macht auf die Bedeutung des Fahrrads als konkreten Beitrag zu Klimaschutz und nachhaltiger Mobilität aufmerksam. Gleichzeitig soll der Radverkehr stärker als Bestandteil einer klimafreundlichen Verkehrs- und Klimapolitik verankert werden. Entlang der Route werden Unterstützungserklärungen für bessere Bedingungen für den Radverkehr gesammelt.
„Der COP31 Bike Ride zeigt, dass Klimaschutz nicht nur auf internationalen Konferenzen verhandelt wird, sondern ganz konkret vor Ort beginnt. Das Fahrrad ist ein unmittelbar verfügbares und klimafreundliches Verkehrsmittel. Damit aber mehr Menschen im Alltag aufs Rad umsteigen können, brauchen wir sichere und durchgängige Radverbindungen, gute Verknüpfungen mit Bus und Bahn und entsprechende Rahmenbedingungen. Genau dafür wollen wir mit unserer Fahrt ein starkes Zeichen setzen“, sagt Christoph Zettinig, Obmann der Radlobby Kärnten.
Die Tour verbindet dabei Menschen, Fahrradinitiativen, Gemeinden und Organisationen entlang der Route und macht deutlich, dass eine Verkehrswende konkrete Voraussetzungen braucht: sichere Radinfrastruktur, attraktive Verbindungen und eine gute Kombination verschiedener klimafreundlicher Verkehrsmittel.
Von Mallnitz über Spittal und Paternion nach Villach
Die Kärntner Etappe startete am Montag Vormittag am Bahnhof Mallnitz. Zum Auftakt wurden gemeinsam mit Bürgermeister Günther Novak sowie Vertreter:innen von KEM und KLAR, Nationalpark, Kirchen, Radlobby und Klimabündnis Kärnten eine symbolische Flasche Wasser vom abschmelzenden Ankogel-Gletscher übergeben. Anschließend ging es mit dem Fahrrad über Lendorf nach Spittal an der Drau. Im Stadtpark gab es einen Fotostopp, bevor die Gruppe über Paternion Richtung Villach weiterfuhr. Auch Bürgermeister und Gemeindevertreter:innen begleiteten die Radler:innen auf Teilstücken der Strecke. In Paternion fand ein weiterer Stopp beim Kraftwerk statt.
Nach rund 83 Kilometern erreichte die Gruppe am Nachmittag Villach. Am Oberen Kirchenplatz wurden die Teilnehmer:innen, die von Landtagsabgeordnetem und Bürgermeister Manuel Müller sowie den Bürgermeistern Josef Haller und Harald Haberle begleitet wurden, von Klimabündnis-Kärnten-Obfrau und Vizebürgermeisterin Sarah Katholnig, sowie Vertreter:innen verschiedener Glaubensgemeinschaften empfangen.
„Der heurige Hitzesommer hat selbst den größten Skeptiker*innen gezeigt, wie wichtig umfassende Maßnahmen zur Klimawandelanpassung sind. Die Stadt Villach setzt hier seit vielen Jahren wichtige Schritte – von der Grünen Achse bis zu 1.300 neu gepflanzten Bäumen auf öffentlichem Grund seit 2021. Klimawandelanpassung ist jedoch nicht allein Aufgabe der öffentlichen Hand“, betont Sarah Katholnig, Obfrau des Klimabündnis Kärnten und Vizebürgermeisterin von Villach.
Manuel Müller, Obmann der LAG Villach-Umland und Bürgermeister der Marktgemeinde Paternion, der die Initiative ebenfalls unterstützt, ergänzt:„Jeder Kilometer dieser Tour steht für etwas, das uns als Region wichtig ist: gemeinsam Verantwortung übernehmen und Zukunft gestalten. Klimaschutz braucht internationale Ziele – wirksam wird er aber vor allem dort, wo Menschen, Gemeinden und Regionen gemeinsam ins Tun kommen.“
Fahrrad und Bahn als starke Partner der klimagerechten Mobilität
Die Kärntner Etappe zeigte besonders deutlich, dass Fahrrad und öffentlicher Verkehr keine Gegensätze sind, sondern sich ideal ergänzen können. Bereits die Anreise aus Salzburg nach Kärnten erfolgte durch den Tauerntunnel mit der ÖBB-Tauernschleuse. Radfahrende aus dem Kärntner Zentralraum konnten den für Fahrräder ausgestatteten ÖBB Tauernsprinter nutzen. Von Villach wird die internationale Tour mit dem ÖBB Karawankensprinter nach Slowenien fortgesetzt.
Reinhard Wallner, Regionalmanager ÖBB, erklärt: „Klimaschutz braucht starke Partnerschaften. Der COP31 Bike Ride steht für grenzüberschreitendes Engagement für den Klimaschutz. Die ÖBB zeigen, wie klimafreundliche Mobilität über Grenzen hinweg funktioniert und verbinden auf der Etappe von Mallnitz über Villach mit dem Karawankensprinter nach Jesenice Menschen, Regionen und Länder für das gemeinsame Ziel: eine nachhaltige Zukunft.“ Damit wird auch die Botschaft der Kärntner Etappe über die Landesgrenzen hinausgetragen: Klimafreundliche Mobilität funktioniert dann besonders gut, wenn Radverkehr und öffentlicher Verkehr zusammenspielen.
Mit Bahn und Rad weiter nach Slowenien
Am Dienstag, 8. September, wurde die internationale Fahrt von Villach aus fortgesetzt. Um 9:00 Uhr hat ÖBB-Regionalmanager Reinhard Wallner die Gruppe am Villacher Hauptbahnhof zum Zug begleitet. Um 9:33 Uhr geht es mit dem ÖBB Karawankensprinter durch den Karawankentunnel nach Jesenice. Von dort führt die rund 65 Kilometer lange Tagesetappe mit dem Fahrrad weiter nach Ljubljana. Dort ist am Nachmittag im Rahmen einer Internationalen Critical Mass das Zusammentreffen mit den Tour-Strängen aus Portugal, Spanien, Frankreich und Italien geplant.
Der COP31 Bike Ride wird in Österreich von Radlobby und Klimabündnis Österreich organisiert und von den ÖBB unterstützt. Von Linz bis Villach wurden rund 350 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt. Die gesammelten Unterstützungserklärungen für bessere Bedingungen des Radverkehrs werden auf der weiteren Fahrt Richtung Antalya mitgetragen.