Tourenstart in die Bärlauchwälder

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Bunte Frühlingsboten, grüne Bärlauchwälder - traditionell führt die erste Radtour der Radlobby ARGUS Steiermark in die Aulandschaft rund um die Murecker Schiffsmühle. Diesmal über Feldbach und Straden.

Ambition ist es seit 2003, die Bärlauch-Jagdgründe an der Grenzmur möglichst in verschiedenen Varianten anzusteuern. ("Geschichte der Bärlauchtour") 2017 erklärte sich Markus Pendl bereit, von seiner Heimat Feldbach aus die Tour über das südoststeirische Grabenland zu lotsen. Die Desiro-Schnellbahngarnitur Graz - Szombathely war mit Fahrrädern ziemlich gefüllt, ob des begrenzten Platzangebots war die Gruppengröße von vorneherein limitiert. Das Wetter? Durchwachsen, wie erwartet, - bewölkt mit am Start vereinzelten Tropfen.

Vom R32 Gnastalradweg bogen wir links nach Maierdorf und Krusdorf ab - eine wenig interessante Route auf einem splittbedeckten Geh-Radweg. Der telweise parallel fahrende blaue Triebwagen der Steiermärkischen Landesbahnen (Feldbach - Bad Gleichberg) hätte sich als Alternative angeboten. (In der Verganenheit haben wir auch schon davon Gebrauch gemacht. Prädikat: empfehlenswert.) Nach einer kleinen Bergwertung erreichten wird Straden mit seinen vier Kirchen und drei Kirchtürmen. Bei der Pause beim De Merin traf unsere inzwischen 13-köpfige Gruppe auf ebenfalls stärkungsbedürftige KirchgängerInnen.

Wieder unten im Tal erforderte der erste Patschen plus gerissenem Felgenband für kompetente Pannenhilfe. Die Gruppe splittete sich und dank eines Umwegs über Unterpurkla/ Donnersdorf - statt der Direttissima über Ratschendof nach Gosdorf - verspäteten wir uns zur Mittagsrast beim Mühlenhof derart, dass unser reservierter Sonnenplatz (ja, da war´s schon sonnig) bereits vergeben war. Über Kulinarik und Service ist hier Sendepause - schon aus Respekt gegenüber dem erst vor 2 Wochen verstorbenen Mühlenwirten Günter Zach und der Ausnahmesituation für seine Witwe samt Crew.

Beim anschließenden Bärlauchernten in den Auwäldern bemerkten wird die beträchtlichen Schlägerungen sowie die große Zahl an wild parkenden Autos, deren - vermutlich allesamt schwer fußmaroden - BesitzerInnen sich um Fahrverbote einen Tineff scherten. Mit mehr oder minder vollbepackten Säcken und Tupperdosen traten wir dann die letzten 15 km - von insgesamt 65 - nach Spielfeld an, um von hier gemütlich mit einem neuen Cityshuttle nach Graz zurückzufahren. 


   

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