Sommerliches Tourenfinale bei Sturm & Käschtn

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Bei spätsommerlichem Traumwetter fand am 6.10. der traditionelle Tourensaisonabschluss zu "Sturm&Käschtn" auf den Hochgrail bei Stainz statt.

Beim Treffpunkt in Puntigam um 9.00 Uhr war es wohl noch etwas frisch, es war aber schon keck das eine oder andere kurze Hosenbein und Shirt zu sehen. Später wurde es ein richtiger (Spät-)Sommertag im Herbst.

Wie immer führte die Route über den R9 Erzherzog-Johann-Radweg, der zwar per definitionem kein Radweg ist, aber eine abwechslungsreiche Strecke entlang und quer zu den Tälern mit dazwischen kurzen Anstiegen bereithält. 13 machten sich auf den Weg, darunter auch der achtjährige Ruben, der sich bravourös schlagen sollte. 

Erste Station war im Buschenschank Florian in Dobl, ideal für ein verspätetes Frühstück oder eine erste Jause. Gut gestärkt ging es dann durch die Felder des Götschenwegs, vorbei an einer etwas bedrohlich wirkenden Jagdgesellschaft nach Dietersdorf, um dann den Anstieg nach Wuschan und Tobisegg in Angriff zu nehmen. Durch den kurzen, lehmgeschichteten Hohlweg - und schon war der Aussichtspunkt erklommen, ein schöner Blick ins Weststeirerland bis zur Koralm der Lohn der Mühe.

Nun folgte eine lange Abfahrt nach Alling, wo eine eher einschichtig gelegene, aber mit digitalem Fahrplananzeiger ausgestattete GKB-Haltestelle gequert wird. Nach einem weiteren Ansteig über Wetzelsdorf zweigt man in Mettersdorf auf die Landesstraße durch´s Stainztal. Schnelle und knapp überholende Autos trüben hier das Fahrvergnügen und man ist froh, in Grafendorf abzubiegen und über Gemeindestraßen durch Dorf, Feld und Wald dem Ziel entgegenzuradeln. Stainz präsentiert sich mit neuer Begegnungszone (Bravo!). Kurz und knackig der Anstieg zum Schloss, auf Macadam durch den Bründlwald und rechts ab durch Grünbaumgarten. Das letzte Stück noch bergauf Richtung Hochgrail, dann ist der Buschenschank Weingut Hiden vulgo „Höllerhansl“ - etwa 45 km vom Startpunkt entfernt - erreicht.

Auf den letzten Metern hatte Severin noch einen Patschen, der - nach der Labung - mit fachkundiger Assistenz gepickt wurde. Schilchersturm und Traubensaft schmeckten vorzüglich, auch die Bretteljause und die feinen Süßspeisen - lediglich die gebratenen Kastanien (Käschtn) enttäuschten diesmal etwas. Retour wurde traditionsgemäß der "Freund" in Anspruch genommen - nach der Abfahrt zurück nach Stainz und knapp 15 km nach Preding wurde die S-Bahn zurück nach Graz bestiegen, wobei diesmal die als fahrradfreundlich bekannte GKB extra viel Platz für Bikes & BikerInnen reserviert hatte. So klang eine gemütliche Tour an einem Traumtag aus;  lediglich Ruben motzte und wollte früher aussteigen, weil ihm die Radtour zu kurz gewesen war.

 

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