Bruck/Mur arbeitet an partizipativem Radkonzept

Befahrung 2012 im Bereich Wienerstraße - Erzherzog-Johann-Gasse

Auf Basis der Radverkehrsstrategie 2025 des Landes macht sich Bruck an der Mur daran, bis Herbst 2017 ein umfassendes Radverkehrskonzept zu erstellen. Dabei sollen umfassende Maßnahmen in einem kooperativen Prozess mit Partnern von Stadt, Land, Baubezirksleitung Obersteiermark Ost und externen Fachplanern entwickelt werden. Wert gelegt wird auch auf die Einbindung der örtlichen UserInnen. 

Unter Beteiligung der Radlobby ARGUS Steiermark hatte es bereits 2012 eine "Technical Tour" gegeben, in der viel Potenzial für mehr Radverkehr verortet wurde. Schlussfolgerung damals aus Radlobby-Sicht: "Den günstigen Voraussetzungen seitens Geo- und Topografie und der prinzipiell guten Erreichbarkeit der Ziele des täglichen Bedarfs steht eine sehr ausgeprägte Autoorientierung in Infrastruktur und Mobilitätsverhalten der Bevölkerung gegenüber."

Bei der Präsentation des aktuellen Vorhabens meinte Bürgermeister Hans Straßegger: „Bereits jetzt werden viele Wege in unserer Stadt mit dem Fahrrad zurückgelegt. Wir haben aber noch Luft nach oben. Den Radverkehr auszubauen, macht nicht nur aus umwelt- und verkehrspolitischen Gründen Sinn, es trägt auch zur Lebensqualität der Bruckerinnen und Brucker bei. Daher habe ich den Vorschlag des Landes Steiermark gerne aufgegriffen und den Start der Erarbeitung eines umfassenden Radverkehrskonzeptes für Bruck an der Mur veranlasst.“ Ziel sei es, ein lückenloses Radverkehrsnetz zu entwickeln, unter bestmöglicher Einbindung der bestehenden Infrastruktur. Bürgermeister Straßegger ist es besonders wichtig, die Bevölkerung in den Prozess der Konzepterarbeitung einzubrinden: "Dazu werden wir die Ideen der Bruckerinnen und Brucker einfließen lassen, denn schließlich sind sie es ja, die das Fahrrad im Alltag verstärkt nutzen sollen und die bestehenden Verkehrswege in der Stadt am besten kennen."

Als erster Schritt startet in den nächsten Tagen eine Online-Befragung, an der sich alle beteiligen können. Des Weiteren wird Mitte Februar ein umfassender Fragebogen in den Stadtnachrichten veröffentlicht. Neben dem Ausbau der Infrastruktur ist aber auch Bewusstseinsbildung sehr wichtig. Wir möchten verschiedene Zielgruppen ansprechen und durch Aktionen, Kampagnen und Veranstaltungen zum Thema Radverkehr mehr Bewusstsein für die vielfältigen Vorteile des Radfahrens schaffen.“

"Vorrangiges Verkehrsmittel für kurze Alltagswege"
Verkehrslandesrat Anton Lang betonte das politische Ziel, den Radverkehr in der Steiermark zu stärken: "Das heißt, den Fokus auf den Alltagsradverkehr zu legen und das Fahrrad als vorrangiges Verkehrsmittel für kurze Alltagswege noch attraktiver zu machen. Dafür wollen wir nun auch verstärkt die Grundlagen schaffen und Anreize setzen - die neue Radverkehrsstrategie des Landes zielt genau darauf ab.“

50 Prozent unserer Wege für den täglichen Bedarf sind kürzer als 5 km - das entspricht einer Fahrzeit mit dem Rad von ca. 20 Minuten. Nahezu ¾ aller Wege sind kürzer als 10 km. „Genau für diese Distanzen ist das Rad ein optimales Verkehrsmittel, eine echte Alternative und eine wichtige Ergänzung zu anderen Mobilitätsformen. Wir wollen das Fahrrad als wesentliches Bindeglied einer nachhaltigen, aktiven und multimodalen Mobilität in der Steiermark etablieren“, so Lang.

Örtliche RadlerInnen sollen eingebunden werden

Örtliche RadlerInnen sollen eingebunden werden (Radlobby ARGUS Steiermark)

 

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