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9.9.2010 : 15:57 : +0200
27.02.2008 14:15

Schwachsinn in Radgarage am Linzer Hauptbahnhof

Fassungslos ist die Initiative FahrRad OÖ im Hinblick auf die getroffene Regelung der Nutzung der Radgarage am Linzer Hauptbahnhof. Demnach sollen die RadfahrerInnen nach Ankunft am Hauptbahnhof zuerst das Gebäude verlassen müssen, einen Stock hinaufgehen, die Autostraße überqueren, dann über Fahrradlift oder Stiege wieder einen Stock hinunter, um überhaupt erst einmal bei ihrem in der Radgarage geparkten Rad zu sein.


Drehkreuz: kein Weg zurück

Protestaktion IFR

im Tiefgeschoß

vor dem kostenpflichtigen WC

vor der Radgarage

Der direkte und kürzestmögliche Zugang von der Bahnhofshalle war bisher einer der Hauptgründe für die Attraktivität der seit drei Jahren benutzbaren Radgarage.

Wenn es einen Preis dafür geben würde, wie man eine attraktive, gut funktionierende Lösung in kürzester Zeit vollkommen unattraktiv gestalten kann, dann haben sich die „kreativen“ Köpfe, die diese Lösung ausgeheckt haben, diesen redlich verdient.

Zumindest ist es aber ein Ausdruck von völliger Unkenntnis der erforderlichen Attraktivität und der kurzen Wege für die Benutzung des umweltfreundlichen Verkehrsmittels Fahrrad.

Mit diesem „Geniestreich“ wollen die hier Handelnden auch ein zweites Thema in den Griff bekommen: Die von Anfang an falsche Entscheidung, die Radfahrer nicht in der Autogarage zu- und abfahren zu lassen, wird damit endgütig besiegelt, indem keine Möglichkeit mehr besteht, auf der Ebene der Garage mit dem Fahrrad in den Radkeller zu gelangen.

Es ist ein Armutszeichen, dass mangels Ziehen an einem gemeinsamen Strang zwischen ÖBB, Stadt Linz und Real Treuhand eine derart absurde Regelung geplant ist.

Die einzig sinnvolle und zielführende Lösung, die sowohl das Problem der Verschmutzung beseitigt als auch eine attraktive Nutzung der Radgarage ermöglicht, ist nach Ansicht der Initiative FahrRad OÖ die kostenfreie Öffnung der Bahnhofstoiletten.  In allen öffentlichen Gebäuden gibt es frei benutzbare öffentliche Toiletten, am schönsten Bahnhof Österreichs ist dies aufgrund des Unvermögens, eine Regelung für den Betrieb der Toiletten zu finden, anscheinend unmöglich. Ein Trauerspiel! Mit der jetzt beabsichtigten Regelung jedenfalls erfolgt der Versuch einer Lösung nur auf Kosten der Radfahrer! Das kann es nicht sein!

Mit dem finanziellen Aufwand für die errichtete bauliche Abtrennung der Radgarage hätte sich jedenfalls die Stadt Linz schon einige Zeit an den Betriebskosten einer öffentlich zugänglichen Toilettenanlage am Hauptbahnhof beteiligen können.

Wir können daher nur noch einmal an die Verantwortlichen appellieren, eine für alle Beteiligten - nämlich auch die NutzerInnen dieser Radgarage - akzeptable Lösung zu finden.  Die jetzt vorgesehene Lösung ist für Radfahrer jedenfalls nicht akzeptabel.

Initiative FahrRad OÖ


Kategorie: IFahrRad OÖ, radlobby.at IFahrRad OÖ
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